Die Kling & Freitag PIA LFX ist ein spezialisierter Zeilensubwoofer zur gezielten Erweiterung des Tieftonbereichs innerhalb moderner Beschallungssysteme. Entwickelt als Low Frequency Extension für die PIA-Serie, fügt sich das System sowohl akustisch als auch mechanisch nahtlos in bestehende Setups ein – insbesondere in Kombination mit der PIA M.
Im Zentrum der Konstruktion steht ein 1-Weg-System mit aktiver Entzerrung, das gezielt auf kontrollierte Tieftonwiedergabe im Bereich von 52 Hz bis 240 Hz (-10 dB) ausgelegt ist. Innerhalb dieses Spektrums ermöglicht die PIA LFX eine präzise Erweiterung des nutzbaren Frequenzbereichs unterhalb der Hauptlautsprecher. Der lineare Arbeitsbereich von 65 Hz bis 160 Hz (±3 dB) stellt sicher, dass der Subwoofer sauber an das Topteil ankoppelt, ohne störende Überhöhungen oder Lücken im Frequenzgang.
Die Bestückung erfolgt mit insgesamt sechs 4-Zoll-Tieftontreibern, die paarweise in getrennten Bassreflexkammern angeordnet sind. Diese Konstruktion erlaubt eine gleichmäßige Lastverteilung sowie eine kontrollierte Luftführung über strömungsoptimierte Bassreflexports. Das Ergebnis ist ein präziser, definierter Tiefton ohne unnötige Verzerrungen oder Strömungsgeräusche, selbst bei höherer Auslastung.
Ein wesentliches Merkmal der PIA LFX ist ihre omnidirektionale Abstrahlcharakteristik. Dadurch wird eine gleichmäßige Tieftonverteilung im Raum erreicht, unabhängig von der genauen Positionierung. Gerade in Anwendungen mit variierenden Hörpositionen – etwa in Installationen oder bei mobilen Setups – sorgt dies für konsistente Ergebnisse.
Mechanisch wurde die PIA LFX exakt auf die Integration mit der PIA M abgestimmt. Identische Gehäuseabmessungen von 139 x 1196 x 168 mm sowie ein abgestimmtes Design ermöglichen eine optisch durchgängige Systemlösung. Diese Einheitlichkeit ist besonders relevant für Installationen in architektonisch sensiblen Umgebungen, in denen Lautsprecher nicht als störende Fremdkörper wahrgenommen werden sollen.
Zusätzlich eröffnet die Bauform funktionale Vorteile: In Kombination mit optionalem Zubehör wie Bodenplatten und Verbindern kann die PIA LFX als physische Basis für die PIA M genutzt werden. Dadurch entsteht eine stabile, platzsparende Systemlösung mit gleichzeitig erweitertem Frequenzumfang. Die Verlängerung der akustischen Fläche wirkt sich zudem positiv auf die Bündelung im Tieftonbereich aus.
Das Gehäuse besteht aus Birken-Multiplex mit widerstandsfähiger Strukturlackierung. Diese Bauweise verbindet mechanische Stabilität mit einem hochwertigen Erscheinungsbild. Ergänzt wird dies durch formgebende Metallelemente an Deckel, Boden und Rückseite, die das schlanke Design unterstreichen. Die Front ist durch ein Metallgitter mit hinterlegtem Akustikschaum geschützt, wodurch sowohl mechanischer Schutz als auch eine saubere Optik gewährleistet sind.
Für die Montage stehen mehrere M10-Gewindeeinsätze an Ober-, Unter- und Rückseite zur Verfügung. Diese ermöglichen flexible Installationslösungen, etwa mit Stativadaptern, Wandhalterungen oder Rigging-Zubehör. Damit eignet sich die PIA LFX sowohl für feste Installationen als auch für mobile Anwendungen.
Die Anschlusssektion ist praxisorientiert ausgelegt. Jeweils oben und unten befinden sich Anschlussfelder mit speakON NL4-Buchsen sowie integrierten Phoenix-Klemmen. Das Signal kann durchgeschleift werden, sodass beispielsweise eine PIA M direkt angeschlossen werden kann. Ein integrierter Umschalter erlaubt die Auswahl der Pinbelegung zwischen 1+/1- und 2+/2-, was die Verkabelung in komplexeren Setups deutlich vereinfacht.
Mit einer Nennimpedanz von 8 Ohm und einer Nennbelastbarkeit von 100 Watt ist die PIA LFX für den Betrieb mit passenden Systemverstärkern ausgelegt, darunter Modelle der K&F PLM+, D-Serie sowie IPX 1200 und 2400. Diese abgestimmten Kombinationen gewährleisten eine optimale Systemperformance und sichere Betriebsbedingungen.
Zusammengefasst ist die Kling & Freitag PIA LFX kein generischer Subwoofer, sondern eine gezielte Systemerweiterung mit klar definiertem Einsatzbereich. Sie bietet eine technisch saubere Tieftonergänzung, durchdachte mechanische Integration und flexible Anschlussmöglichkeiten – Eigenschaften, die insbesondere in professionellen Beschallungskonzepten entscheidend sind.





