Ultrakompakte 96-kHz-Performance mit XCVI-FPGA-Architektur
Das Allen & Heath Avantis Solo packt die volle Rechenleistung der Avantis-Plattform in ein extrem kompaktes Gehäuse und eignet sich ideal für platzkritische Live-Einsätze, FOH-Plätze mit geringer Stellfläche, Corporate Events, Theater und mobile Produktionen. Das Herzstück bildet der XCVI FPGA-Core mit nativer 96-kHz-Abtastrate, variabler Bit-Tiefe und einem 96-Bit-Akkumulator. Trotz der reduzierten Abmessungen verarbeitet die Konsole mühelos 64 Eingangskanäle und eine frei konfigurierbare 42-Bus-Architektur bei einer extrem geringen Systemlatenz von nur 0,7 ms (analoger Eingang bis Ausgang).
Das verwindungssteife Vollmetall-Chassis garantiert maximale Langlebigkeit bei Abmessungen von 546 x 627 x 269 mm und einem geringen Eigengewicht von lediglich 17,5 kg.
Intuitive Continuity UI mit 15,6″ Full-HD-Touchscreen
Die Bedienung des Avantis Solo basiert auf dem Zusammenspiel von physischen Bedienelementen und visueller Rückmeldung auf einem zentralen Display:
15,6″ Full-HD Touchscreen: Das kapazitive 1080p-Display bietet Gestensteuerung und verknüpft die physischen Faderstreifen visuell direkt mit den On-Screen-Kanalzügen.
Fader-Sektion: 12 motorisierte, touch-sensitive 100-mm-Fader verteilt auf 6 frei konfigurierbare Layer-Ebenen ergeben insgesamt 72 Faderstrips.
Integrierte Fader-Beleuchtung: Eine in die Armauflage integrierte, regelbare Beleuchtung sorgt für optimale Sichtbarkeit unter dunklen Live-Bedingungen.
Visualisierung: Jedes Kanal-Namensfeld zeigt Name, Farbe, Typ, Pan, Gain, Trim, 22-Segment-Pegelanzeigen sowie Gain-Reduction-Werte übersichtlich an.
Bedienelemente per Kanal: Jeder Faderstrip verfügt über dedizierte Taster für PAFL, Mix und Mute sowie einen Drehgeber (Gain, Pan, Sends oder 3 Custom-Funktionen).
Hardware-Steuerung: 18 zuweisbare SoftKeys, 3 Custom-Drehgeber sowie Tasten für Copy, Paste, Reset, Pre/Post, Freeze-in-Layers und GEQ Fader Flip ermöglichen schnelle Eingriffe im Mix.
Lokale I/O-Bestückung und flexible Schnittstellen
An der Geräterückseite stehen folgende Anschlüsse direkt zur Verfügung:
Analoge Eingänge: 6 symmetrische XLR-Eingänge mit steuerbaren Preamps (Gain-Bereich +5 bis +60 dB, schaltbarer -20 dB Pad, maximale Eingangspegel bis +30 dBu, +48V Phantomspeisung).
Analoge Ausgänge: 6 symmetrische XLR-Line-Ausgänge (+4 dBu Nominalpegel, +22 dBu Maximalpegel).
Digitale I/Os: 1x Stereo AES3-Eingang (XLR, SRC 32–192 kHz) und 1x Stereo AES3-Ausgang (XLR, SRC 96 kHz / 48 kHz / 44,1 kHz) mit Software-Bypass.
Monitoring & Clock: 6,3 mm TRS- und 3,5 mm Klinken-Kopfhörerausgänge mit eigener Lautstärkeregelung sowie ein BNC-Word-Clock-Anschluss (In/Out schaltbar).
Erweiterungsmöglichkeiten über Audio-Netzwerke:
SLink-Port: EtherCON-Anschluss für Allen & Heath Digital-Snake-Systeme (gigaACE, DX, GX, dSnake, ME) mit bis zu 128×128 Kanälen zur Einbindung von Remote-Audio-Units und Personal-Monitoring.
Zwei I/O-Option-Slots: Beide Schächte verarbeiten jeweils bis zu 128×128 Kanäle bei 96 kHz für optionale Karten wie Dante, MADI, Waves SoundGrid, gigaACE oder AES/EBU.
Umfangreiches Signal-Processing & DEEP Processing
Jeder der 64 Eingangskanäle ist voll ausgestattet mit Trim, Polarität, HPF, LPF, zwei Insert-Punkten, Gate, parametrischem EQ, Kompressor und Delay. Die 42 Ausgangsbusse bieten Processing inklusive externem Eingang, Polarität, Trim, Insert, PEQ, GEQ (mit RTA und Fader-Flip-Modus), Kompressor und Delay.
DEEP Processing Ready: Latenzfreie Emulationen klassischer Preamps, Kompressoren und EQs lassen sich direkt in die Kanalzüge einbinden, ohne interne FX-Racks zu verbrauchen.
12 Stereo-FX-Engines: 12 Multi-FX-Racks mit eigener Bibliothek und dedizierten Stereo-Return-Kanälen.
Automatic Mic Mixer (AMM): Automatischer Mikrofon-Mischer für bis zu 64 Quellen über 1, 2 oder 4 Zonen (Gain-Sharing oder NOM-Algorithmus).
DCA & Mute-Gruppen: 16 DCA-Gruppen mit DCA-Spill-Funktion und 8 Mute-Gruppen.
Recording, Show-Management und Netzwerkeinbindung
USB-Audio & Datentransfer: Direct Stereo Recording (24-Bit / 96 kHz WAV) und Audio-Playback (WAV, MP3, FLAC) via USB sowie Transfer von Shows, Bibliotheken und Szenen.
Szenenspeicher: 500 Szenen pro Showfile mit einstellbaren Crossfades (bis 20 Sekunden), Recall-Filtern und Scene Safes.
Netzwerksteuerung: Zwei Gigabit-Ethernet-Ports (RJ45) zur Einbindung von Wireless-Router-Systemen für iPad-Apps und MIDI over TCP/IP.
Sicherheit: Passwortgeschützte Benutzeranmeldungen mit individuellen Rechtevergaben.
Das interne Netzteil (100–240 V AC, 50/60 Hz, max. 150 W) sichert den Betrieb im Bereich von 0 °C bis 40 °C.











