Die dezentrale Projektions-Revolution: Lichtquelle im Rack, Kopf am Rig
Das Digital Projection Satellite HIGHlite Modular Laser System (MLS) bricht radikal mit den mechanischen und thermischen Grenzen traditioneller Großbildprojektoren. Statt Gehäuse, Optik, Elektronik und die hitzeintensive Lichtquelle in einem riesigen, schweren Chassis zu bündeln, teilt das MLS-Prinzip das System in logische Bausteine auf. Der eigentliche Projektionskopf (Satellite HIGHlite Head WU) ist mit Abmessungen von gerade einmal ca. 31,5×29,9×33,7 cm ultrakompakt und wiegt lediglich 19 kg. Er enthält ausschließlich die 3-Chip-DLP-Prozessortechnik und die Optik. Die geräusch- und hitzeerzeugende Modular Light Source (MLS) wandert komplett dezentral in ein standardisiertes 19-Zoll-Technikrack (3U Bauhöhe beim 10K-Modul, 4U beim 20K-Modul) im klimatisierten Serverraum. Die Verbindung erfolgt verlustfrei über das hochspezialisierte Satelliten-Link-Kabel (SLC). Das Ergebnis am Projektionsort: Minimale statische Belastung an der Traverse und ein flüsterleiser Betrieb von gerade einmal 39 dBA.
Grenzenlose Skalierbarkeit und revolutionäres Licht-Sharing
Die modulare Baustein-Architektur eröffnet Systemintegratoren und Verleihern völlig neue wirtschaftliche und technische Dimensionen. Je nach benötigter Lichtleistung am Veranstaltungsort lässt sich das System flexibel konfigurieren: Ein einzelner HIGHlite-Kopf kann entweder mit einem 10.000 ISO-Lumen starken RGB-Modul bespeist, durch die Kombination zweier Module aufgerüstet oder direkt mit einer 20.000 ISO-Lumen MLS-Einheit gekoppelt werden. Ein echter Gamechanger für Ausstellungen und Museen ist das umgekehrte Licht-Sharing: Eine einzige, zentrale High-Power-Lichtquelle kann ihre Energie auf mehrere, im Raum verteilte Projektionsköpfe aufteilen. Dies senkt die Infrastrukturkosten pro Projektionspunkt drastisch und vereinfacht das Wartungsmanagement (Near Maintenance-free), da der optische Block der Köpfe hermetisch versiegelt (Sealed Optics) ist.
Echtes 3-Chip-DLP™ und der gigantische RGB-Laser-Farbraum (Near BT.2020)
Visuell spielt das Satellite-System in der absoluten Königsklasse. Im Herzen des Kopfes arbeitet eine 3-Chip-DLP®-Engine mit drei 0,67″ DarkChip™ DMD™-Prozessoren im nativen WUXGA-Seitenverhältnis (1920×1200 Pixel). Da die externe Lichtquelle auf reinem RGB-Laserlicht (Direct Red, Green und Blue Laser) basiert, benötigt das System keinerlei Farbräder oder Phoshor-Konverter. Die Farben werden in ihrer reinsten Wellenlänge direkt an die DMDs geleitet, wodurch das System den gigantischen BT.2020-Farbraum nahezu vollständig abdeckt. Eine interne 10-Bit-Verarbeitung pro Farbe und hochentwickelte Degamma-Tabellen, die Eingangssignale auf eine 16-Bit-Palette pro Farbkanal mappen, garantieren ultra-präzise Graustufenauflösungen und sanfteste Farbverläufe ohne Color-Banding.
High-Speed-Processing, ColorMax™-Blending und nahtlose Art-Net-Kontrolle
Die Signalverarbeitung des Satellite-Systems ist kompromisslos auf High-End-Anwendungen ausgelegt. Über die integrierten Schnittstellen – darunter HDMI 2.0b, DisplayPort 1.2 und HDBaseT – verarbeitet das System native Quellauflösungen bis zu 4K-UHD bei 60 Hz sowie rasante 1920 x 1200 Sequential-Inputs mit bis zu 120 fps für schlierenfreie Bewegungsdarstellungen (Smear Reduction). Für komplexe Multi-Projektor-Anwendungen, wie Softedge-Blends oder zylindrische Projektionen, greift das System auf das patentierte ColorMax™-Farbabgleichsystem zurück. Hierbei können primäre und sekundäre Farbziele an bis zu 7 Punkten exakt eingemessen und im Gerät hinterlegt werden. Die Systemsteuerung erfolgt zentral über das System Control Module (SCM), welches per RJ45-Netzwerkverbindung, nativer Ethercon Art-Net-Schnittstelle für Lichtpulte oder über eine mobil optimierte Browser-Webseite die volle Kontrolle über Zoom, Fokus und den motorisierten, intelligenten Linsenspeicher bereitstellt.





